Sechs Werkstattgespräche zur Reform der Kulturförderung

In einer Gesprächsreihe erörtert die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Sabine Bangert an verschiedenen Kulturorten und im Dialog mit AkteurInnen der Berliner Kulturszene alle Möglichkeiten, wie wir die Kulturförderstrukturen in Berlin transparenter systematisieren und weiter entwickeln können.



Für jedes Werkstattgespräch haben wir PatInnen aus der Kulturszene gewinnen können: Stéphane Bauer, Ulrich Khuon, Moritz Malsch, Dietmar Schwarz, Folkert Uhde, Franziska Werner und Dr. Thomas Wohlfahrt werden als kritische Sachverständige den öffentlichen Dialog über den Reformprozess längerfristig begleiten.

Die Impulse zu Veränderungen werden mit ihnen sowohl spartenspezifisch für die Bereiche Musik, Literatur, Darstellende Kunst und Bildende Kunst als auch ressortübergreifend gemeinsam mit den fachpolitischen SprecherInnen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am Ende des Jahres an den Schnittstellen zu Stadtentwicklungs-, Haushalts- und Liegenschaftspolitik ausgewertet.



Mit den Gesprächen gastieren wir in den Sophiensælen, dem Konzerthaus Berlin, der Lettrétage und dem Deutschen Theater.



Dokumentation der Werkstattreihe: Broschüre "Reform der Kulturförderung – Wege zu mehr Gerechtigkeit"

[09.09.2015] Die Gesprächsreihe zur Berliner Kulturförderung ist nun mit einer Broschüre dokumentiert "Reform der Kulturförderung – Wege zu mehr Gerechtigkeit": Mit unseren PatInnen Stéphane Bauer, Ulrich Khuon, Moritz Malsch, Dietmar Schwarz, Folkert Uhde, Franziska Werner, Dr. Thomas Wohlfahrt und vielen ExpertInnen und Beteiligten aus der Berliner Kulturszene haben wir 2014 und 2015 in sieben öffentlichen Werkstattgesprächen beraten, wo Reformbedarf im Fördersystem besteht und wie wir die Strukturen transparenter gestalten können.

Die Broschüre fasst die Werkstattreihe entlang folgender Themen zusammen:

  • Evaluation und Transparenz als Grundlage für eine Weiterentwicklung der Kulturförderung
  • Prüfung von Zielvorgaben für Institutionen
  • Förderung von Kooperationen institutionalisierter und freier Akteure
  • Ausbau des Fördervolumens und Überarbeitung der Fördersäulen, auch in Abgrenzung zu Bundesmitteln zur Hauptstadtkulturförderung
  • Angemessene und der Struktur der Kulturszene entsprechende Verteilung der Einnahmen aus der Berliner City Tax
  • Stärkung und Belebung des praktizierten Jurysystems in Berlin
  • Sicherung von Räumen und dazugehöriger Infrastruktur für freie und institutionell geförderte Akteure
  • Kofinanzierung von EU-Strukturfondsmitteln für Kultur und unabhängige Beratung der Antragssteller

Die einzelnen Gespräche sind ebenso jeweils hier dokumentiert.

Auch die letzten Verhandlungen über den Berliner Kulturhaushalt haben leider nichts daran geändert, dass der größte Teil der Mittel institutionell gebunden bleibt und wenig Spielraum für Reaktion auf aktuelle künstlerische Entwicklungen besteht. Die mit Jurys besetzten Töpfe für freie Projekte und KünstlerInnen bleiben gnadenlos unterfinanziert, gleichzeitig behält sich der Senat einen nicht unwesentlichen Teil an Mitteln vor, die er recht undurchsichtig selbst verteilen möchte. Wir wollen dagegen Lösungen vorstellen, die die nötige Infrastruktur für die Kulturschaffenden stärken und eine Weiterentwicklung der Szene ermöglichen.