"Kulturbaustellen" Berlins – aus der Arbeit des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten

[04.09.2017] Ob Dahlemer Museen, Volksbühne, Berliner Ensemble, Ku'dammbühnen, oder die Berliner Tanzszene – die ersten Sitzungen des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten in dieser Legislaturperiode, befassten sich mit einigen Leuchttürmen der Berliner Kulturlandschaft. Zur fundierteren Diskussion führt der Ausschuss dazu Anhörungen durch, um aus erster Hand über Sachstände, Pläne und Probleme informiert zu werden und offene Fragen direkt zu klären.
Im Vorfeld der Haushaltsverhandlungen dazu einen kurzen Überblick über die "großen" inhaltlichen bisher verhandelten Themen:

© sabine bangert

Nachnutzung Museumsstandort Dahlem
Im Herzen der Stadt, auf der Mueseumsinsel, zwischen Alexanderplatz, Humboldt Universität und Staatsoper entsteht das Humboldtforum.

Weniger präsent ist, was dieses neue Museum für die alten Standorte der Sammlung bedeutet: für die sogenannten Dahlemer Museen darunter das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst und das Museum Europäischer Kulturen.

Seit Bekanntwerden des Umzugs gibt es Vereine, Institutionen, Initiativen und viele Einzelpersonen, die sich für eine sinnvolle Zwischen- und Nachnutzung der Museumsbauten in Dahlem einsetzen und dafür viele Ideen entwickelt haben. Groß ist die Sorge, dass durch den Wegzug der Museen, ein wichtiger Tourismusmagnet wegfällt und die großen Gebäudekomplexe sich selbst überlassen verfallen.

Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz war u.a. in den Kulturausschuss eingeladen, um die Pläne der Stiftung bezüglich des Standortes Dahlem zu erläutern.

Einer der entscheidenden Sätze der Anhörung war, dass das Museum Europäischer Kulturen in Dahlem bleibt und der Standort gestärkt werden soll. Zitat Parzinger: "Das Museum Europäischer Kulturen nimmt sich jetzt auch seiner Nachbarschaft viel stärker an, nicht nur mit der Domäne Dahlem, dem Botanischen Garten usw., die ganzen Einrichtungen, die dort sind. [...] Man könnte wirklich ein Europäisches Forum oder Ähnliches daraus machen."

Der  Verbleib des Museums in Dahlem bietet große Chancen für die Zukunft des Standortes.
Für die Möglichkeiten einer Nachnutzung hat die Stiftung Preußischer Kulturbesitz eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnis zu Beginn des kommenden Jahres erwartet wird. Fest steht bisher nur, dass in einem kleinen Teil der Räume die Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität untergebracht werden soll. Weitere Ideen reichen von einem begehbaren Depot der Museumssammlung, bis hin zu einem Labor, in dem Ausstellungen für das Humboldtforum erprobt werden sollen. Bevor es dazu kommen kann, steht allerdings jetzt schon fest, dass zuvor umfassende Baumaßnahmen an und in den Gebäuden durchzuführen sind.

© sabine bangert

Intendatenwechsel – Volksbühne und Berliner Ensemble
Wie in den letzten Jahren schon teilweise gehandhabt, wollen wir auch in dieser Legislatur die neuen Intendant*innen, die nach Berlin kommen, in den Ausschuss einladen, um ihnen die Gelegenheit zu geben sich den Abgeordneten vorzustellen und ihre Pläne für ihre jeweiligen Häuser zu präsentieren.
So waren die neuen Intendanten Oliver Reese, Berliner Ensembles, und Chris Dercon, Volksbühne, in den Ausschuss eingeladen. Während sich der Intendantenwechsel am Berliner Ensemble recht geräuschlos vollzieht, hat der Intendantenwechsel an der Volksbühne Berlin für heftige Diskussionen gesorgt und die Gemüter erhitzt. Dercon und seine Programmchefin Marietta Piekenbrock erläuterten ihr Konzept für die Umstrukturierung des Hauses und ihre Auffassung des vertraglich vereinbarten Repertoire- und Ensembletheaters sowie ihre Pläne für die Spielstätten in Tempelhof und im Prater.

Offen blieb dabei, wie sich die Volksbühne zukünftig von Häusern wie dem HAU oder den Berliner Festspielen konzeptionell unterscheiden wird. Das Mehrspartenhaus soll zukünftig "Theater, Tanz, Performance, Musik, Kino, Bildende Kunst und sogar Mode und die Kulturen des Digitalen" vereinen. Wie sich über alle diese Kunstrichtungen hinweg ein festes Ensemble bilden kann, wird abzuwarten sein.

Ungeklärt sind auch Fragen und Sachverhalte, die finanzielle Untersetzung der Spielstätten betreffend. Dies wird im Rahmen der Haushaltsberatungen zu entscheiden sein.

Nach 18 Jahren Intendanz von Claus Peymann übernimmt nun Oliver Reese das Theater am Schiffbauer Damm und präsentierte im Kulturausschuss seine Pläne für das Haus und seine Ideen für die jetzt beginnende Spielzeit.

Der umfassende und dringend notwendige Umbau des Hauses ist dabei nicht die einzige Neuerung, die Reese vornimmt. Er übernimmt nur wenige Inszenierungen seines Vorgängers und bringt ein neues Ensemble mit. Reeses Fokus auf zeitgenössische Autor*innen und seine Verpflichtung von namhaften Regisseur*innen vermitteln Vorfreude auf die kommenden Jahre.

©Thomas Grünholz

Bühnen am Kurfürsten Damm
Eines der Themen, die bereits in der letzten Legislatur auf der Tagesordnung stand, war die Situation der  Ku'dammbühnen. Schon vor vielen Jahren wurde es versäumt die beiden Gebäude, die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm, unter Denkmalschutz zu stellen. Ein Abriss der Bühnen ist daher leider unabweislich. Der Investor des neuen Ku'dammkarrees hat allerdings angeboten, ein neues Theater im Innenhof zu bauen – ein Kompromiss, der letztendlich nicht wirklich befriedigend ist.

Die Anhörung zu diesem Thema stand also im Zeichen noch zu retten, was zu retten ist. Positiv ist, dass es mit dem Theaterneubau eine Zukunft für die seit Generationen bestehende Institution der Ku'dammbühnen gibt. Bedauerlich ist, dass diese Zukunft nicht in einem ihrer historischen Gebäude stattfinden kann. Zudem ist klar, dass die Fortsetzung des Spielbetriebs in dem Neubau mit hohen Kosten verbunden ist. Derzeit steht eine Miete von 550.000 €/Jahr im Raum. Zudem braucht Woelffers Theater zwischen Abriss und Neubau eine Ausweichspielstätte, die ebenfalls finanziell untersetzt werden muss.

Wo diese Spielstätte sein wird, wie teuer sie wird, welchen Anteil Berlin dafür aufbringen muss, das sind Fragen, die im Rahmen der Haushaltsberatungen zu klären sind.

© sabine bangert

Stärkung der Berliner Tanzszene
Der Tanz ist seit vielen Jahren eine feste Größe in der Berliner Kulturszene mit internationaler Strahlkraft. Daher hat  r2g  im Koalitionsvertrag die Stärkung der Berliner Tanzszene verankert. Um den Dialog fortzuführen, fand im Ausschuss eine Anhörung maßgeblicher Akteur*innen der Tanzszene statt.

Berlin ist Anziehungspunkt für viele Tänzer*innen. Tanz findet fast ausschließlich in "freien" Konstellationen statt. Nach wie vor fehlen aber strukturelle Maßnahmen, die es der Tanzszene ermöglichen, ihr Potenzial, ihre Kreativität und ihr künstlerische Arbeit zu entwickeln und zu präsentieren.

Simone Willeit von den Uferstudios formulierte es folgendermaßen: "Das Problem der Berliner Tanzszene ist ihre Dezentralität und ihre Kleinteiligkeit. Wir haben keine strukturelle Förderung, die wirklich als institutionelle Förderung angelegt wäre und somit auch einen Apparat schaffen könnte, dieses viele Kleinteilige, Freischaffende zu bündeln und einer gewissen Aufmerksamkeit zuzuführen."

Zur Entwicklung und vor allem Standortsicherung des Berliner Tanzprofils braucht es daher perspektivisch ein Haus für den Tanz, das es ermöglicht Choreographien zu erarbeiten und größere Formate zu präsentieren.

Erster Schritt im aktuellen Haushalt muss es daher sein, einen runden Tisch "Tanz" auf den Weg zu bringen, um mit Vertreter*innen aus Politik und Tanz ein Konzept zur Entwicklung der Berliner Tanzszene zu erarbeiten.

Sollten Sie sich noch genauer über die einzelnen Sitzungen und Anhörungen, sowie über "kleinere" diskutierte Kulturthemen informieren wollen, können Sie gerne in die Wort- und Inhaltsprotokolle Einblick nehmen, die Sie auf der Seite des Berliner Abgeordnetenhauses finden: 
https://www.parlament-berlin.de/de/Dokumente/Sitzungsuebersicht

In eigener Sache

[16.2.2017] Am 6. Februar 2017 wurde ich in der konstituierenden Sitzung einstimmig zur Vorsitzenden des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten gewählt. Damit werde ich in dieser Legislatur diesen Ausschuss leiten. Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, vor allem vor dem Hintergrund, dass Kunst und Kultur eine große Bedeutung für Berlin haben. Die damit einhergehende Weltoffenheit und Internationalität trägt ganz wesentlich zur Attraktivität unserer Stadt bei.
Diese Weltoffenheit und Internationalität unserer Stadt gilt es zu bewahren und zu verteidigen.
Insofern erwarte ich, dass sich der Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten geschlossen gegen Angriffe stellt, die zum Ziel haben die Freiheit der Kunst zu beschneiden. Angesichts der politischen Entwicklungen ist die Förderung von Kunst und Kultur unverzichtbar.
Wir werden mit den Kulturschaffenden dieser Stadt einen konstruktiven Dialog führen, ihnen mit Wertschätzung und Offenheit gegenüber ihrer Arbeit, ihren Ideen und ihren Anliegen begegnen und gemeinsam mit ihnen die Rahmenbedingungen für Kunst und Kultur so gestalten, dass sie wachsen und gedeihen können.

Siehe dazu auch: Tagesspiegel, Kulturradio, Morgenpost

So geht´s weiter

[19.01.2017] Langsam aber sicher geht es voran. Unsere Fraktion hat den Vorsitz des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten bekommen und ich bin seit diesem Dienstag nach Fraktionsbeschluss die designierte Vorsitzende dieses Ausschusses. Zudem bin ich nach wie vor die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion.
Die konstituierende Sitzung des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten wird am 6. Februar 2017 stattfinden. Der Ausschuss tagt wie in der letzten Legislatur, wie gewohnt im zweiwöchentlichen Rythmus in der plenarfreien Woche immer Montags um 14 Uhr im Raum 376.
Ich freue mich auf meine neue Aufgabe als Ausschussvorsitzende und auf die Weiterführung meiner arbeismarktpolitischen Tätigkeiten.

Aus aktuellem Anlass

[10.11.2016] Zunächst meinen herzlichen Dank an alle, die uns in den letzten Wochen und Monaten unterstützt haben. Ich freue mich sehr,  dass ich auch in der neuen, in der nunmehr 18. Legislatur weiterhin im Abgeordnetenhaus für Bündnis 90/Die Grünen arbeiten kann. Weiterlesen

Zukunftsstrategie des Berliner Senats für die Berliner Öffentlichen Bibliotheken — Wahlkampfgetöse oder späte Einsicht?

[19.07.2016] Schön, dass sich Kultursenator Müller und der Senat  von unserem Positionspapier "Bibliotheken in Berlin stärken" haben inspirieren lassen. Fakt ist, in Berlin befinden sich die Bibliotheken in einer dramatischen personellen und finanziellen Situation. Sparmaßnahmen und Rationalisierungsprozesse bei Fachpersonal und Medienausstattung sowie die Auslegung der Kosten-Leistungs-Rechnung in den Bezirken bedrohen erheblich ihre Arbeitsfähigkeit und die Qualität ihrer fachlichen Ausrichtung. Weiterlesen

Radikaler Neustart an der Volksbühne?

[12.07.2016] Inzwischen wird die Debatte um die Zukunft der Volksbühne breit geführt. Nachzulesen u.a. auf Nachtkritik mit aufschlussreichen Kommentierungen.
Staatssekretär Tim Renner vertritt  die Auffassung, dass es einen radikalen Wechsel an der Volksbühne geben müsse und dies bedeute, dass auf den großen Castorf kein kleiner folgen könne, sondern jemand völlig anderer Struktur. Renner meint in diesem Zusammenhang, dass z.B. Pollesch und/oder Fritsch bei dem stilprägenden Vorgänger nicht funktionieren würde und auch gegenüber Castorf respektlos gewesen wäre. Weiterlesen

Warum wir endlich aus den Erkenntnissen von Untersuchungsausschüssen die Lehren ziehen müssen

[20.06.2016] Über den Endbericht des Untersuchungsausschusses Staatsoper konnte mit der Regierungskoalition aus SPD und CDU kein Einvernehmen hergestellt werden. Durch ca. 120 Änderungsanträge der Koalition von SPD und CDU (insgesamt gab es 147 Änderungsanträge aller Fraktionen zum Berichtsentwurf) veränderte die Koalition den Entwurf des Abschlussberichts in der abschließenden Beratung massiv in seiner Kernaussage und verschleiert damit die Ursachen, die zu diesem Baudesaster geführt haben.

Ein Minderheitenrecht ist bei der Abstimmung über Inhalte von Abschlussberichten derzeit nicht vorgesehen. Den Oppositionsfraktionen wird lediglich das Instrument eines Sondervotums zugebilligt, um ihre Erkenntnisse und eine eigene Darstellung von Abläufen anzumerken. Der Inhalt des Abschlussberichts wird von der Regierungsmehrheit bestimmt und verabschiedet.
Untersuchungsausschüsse werden aus konkreten Anlässen eingesetzt, oft sind erhebliche negative Auswirkungen auf öffentliche Finanzen zu beklagen. Es gilt Ursachen zu identifizieren und auf der Grundlage von Erkenntnissen Empfehlungen auszusprechen, wie künftig ähnliche Schäden für die öffentliche Hand zu verhindern sind. Im Interesse der Dokumentation einer kritischen Untersuchung und Sachaufklärung regen wir an, das Minderheitenrecht auf das Verfassen und Verabschieden von Abschlussberichten auszuweiten.
Lesen Sie dazu meinen Gastkommentar im Tagesspiegel.

Untersuchungsausschuss Staatsoper: Kollektive Verantwortungslosigkeit des Senats

[16.6.2016] Am 23. Juni 2016 wird der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses Staatsoper im Plenum beraten.
Der Zeitplan sah ursprünglich die Beratung zur Staatsoper am 9. Juni vor, dies wurde allerdings durch SPD und CDU verhindert, die die Beratung des Abschlussberichts mit zahlreichen Änderungsanträgen in die Länge zogen. So konzentriert sich das Versagen der politisch Verantwortlichen bei beiden Bauprojekten auf eine Sitzung. Weiterlesen

Meine Rede in der Debatte zum Bericht des Untersuchungsausschusses im Plenum des Abgeordnetenhauses am 23.06.2016 sehen Sie hier.

Vernissage des Künstlers Filippo De Esteban am 13.6.16 in meinem Abgeordnetenbüro

Foto: F. De Esteban

[07.06.2016] Wir laden herzlich zur Vernissage des Künstlers Filippo De Esteban im neuen Abgeordnetenbüro Bangert & Lux ein:

"Arbeiten auf Papier"
am Montag den 13. Juni 2016 um 18:30 Uhr
im Steglitzer Abgeordnetenbüro Bangert & Lux
Schildhornstraße 91, 12163 Berlin

"Arbeiten auf Papier" ist eine kleine Auswahl von Bildern, die im Winter 2016 entstanden sind. Exzentrisch, archaisch. Eine freie Hand im Dienste der Kunst. Die Linie tanzt, die Farbe denkt. Weiterlesen


Gleichberechtigt und Selbstbestimmt in der Arbeitswelt?

© A. Alfter

[02.06.2016] Über 200 (!) Personen diskutierten mit uns im Workshop zur Teilhabe am Arbeitsleben auf der Fachtagung der grünen Bundestagsfraktion "Gleichberechtigt und selbstbestimmt? Was bringt das neue Teilhabegesetz?" am 23.5.16. Das Interesse an dem Thema ist immens und es ist klar: ein wirksames Bundesteilhabegesetz ist längst überfällig! Weiterlesen

Mein neues Büro in Steglitz-Zehlendorf!

[19.05.2016] Ich bin in ein neues Abgeordnetenbüro eingezogen: zusammen mit meinem Fraktionskollegen Benedikt Lux teile ich mir nun das Büro in der Schildhornstraße und freue mich auf den kommenden Sommer und Wahlkampf mit Ihnen allen in Steglitz-Zehlendorf!
Ein kleiner Teaser vorweg: am 13.6.2016 feiern wir um 18.30h die Vernissage des Künstlers Filippo de Esteban in unseren Räumen ... Weiterlesen

Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Kompetenzen besser anerkennen!

[04.03.2016] Ohne Plan geht der Senat bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen vor. Er hätte es in der Hand, gezielt zu koordinieren – stattdessen heuert er McKinsey an, weil er der Sache nicht gewachsen ist. Weiterlesen

Arbeitsmarktpolitik auch für geflüchtete Menschen!

[08.02.2016] Die Teilnahme am Arbeitsmarkt ist ein entscheidender Faktor für Integration insgesamt. Die hohe Zuwanderung von Geflüchteten macht deren Arbeitsmarktintegration zu einer prioritären Aufgabe. Vom ersten Tag an sollen die Geflüchteten in dieser Sache unterstützt werden. Weiterlesen

Kulturhaushalt 2016/2017: Schön gerechnet!?

[22.12.2015] Von einem "neuen Deal mit der Freien Szene" spricht Kulturstaatssekretär Renner nach Verabschiedung des Doppelhaushalts 2016/2017. Deutlich mehr Mittel sollen der Kultur insgesamt und ausdrücklich auch der Freien Szene zugute kommen. Richtig so! Denn dieses Geld war lange überfällig und jeder hier investierte Betrag bereichert diese Stadt. Allerdings drängt sich der Verdacht auf, dass diese Erhöhung in erster Linie der 2016 anstehenden Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus geschuldet ist. Kulturpolitisch begründet oder gar inhaltlich untersetzt ist bis auf die Tariferhöhungen rein gar nichts. Weiterlesen

Dokumentation der Werkstattreihe: Broschüre "Reform der Kulturförderung – Wege zu mehr Gerechtigkeit"

[09.09.2015] Die Gesprächsreihe zur Berliner Kulturförderung ist nun mit einer Broschüre dokumentiert "Reform der Kulturförderung – Wege zu mehr Gerechtigkeit": Mit unseren PatInnen Stéphane Bauer, Ulrich Khuon, Moritz Malsch, Dietmar Schwarz, Folkert Uhde, Franziska Werner, Dr. Thomas Wohlfahrt und vielen ExpertInnen und Beteiligten aus der Berliner Kulturszene haben wir 2014 und 2015 in sieben öffentlichen Werkstattgesprächen beraten, wo Reformbedarf im Fördersystem besteht und wie wir die Strukturen transparenter gestalten können. Weiterlesen

Sommerklausur 2015: Reform der Kulturförderung – Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Entwicklung

© Julian Mieth

[31.08.2015] Kultur bewegt Berlin und zieht jährlich unzählige Menschen in unsere Stadt – das soll so bleiben. Wir Grünen haben deshalb am ersten Tag unserer Sommer-Klausur eine Reform der Berliner Kulturförderung beschlossen, um unter anderem Kooperationen der Kulturinstitutionen mit der Freien Szene zu stärken sowie die einzelnen Kultursparten mehr zusammen zu denken. Das wir damit richtig liegen, haben uns auch unsere Gäste aus der Berliner Kultur bestätigt – Dietmar Schwarz, Intendant Deutsche Oper, Ulrich Khuon, Intendant Deutsches Theater, Janina Benduski, Landesverband freie Theater und Performing Arts Programm. Den einstimmig verabschiedeten Fraktionsbeschluss finden Sie hier

Sommerklausur 2015: Kultur braucht Frei-Räume – Strukturelle Anforderungen zur Sicherung von Räumen für Kulturproduktion in Berlin

© Julian Mieth

[31.08.2015] Kultur braucht Freiräume – deswegen gilt unsere Stadt vielen Kulturschaffenden aus aller Welt als "place to be". Berlins Attraktivität lebt von seinen vielschichtigen Möglichkeiten und den dezentralen Orten, an denen Kultur produziert und präsentiert wird. Das meinen nicht nur wir, sondern auch unsere Gäste Barbara Friedrich, Geschäftsführerin der Uferstudios Berlin und Christophe Knoch, Sprecher der Koalition der Freien Szene. Wir wollen die Kulturszene schützen und ihr Freiräume für künstlerische Entwicklungen sichern. Kulturorte sind für uns ganz klar Teil der Berliner Infrastruktur. Deshalb wollen wir u.a. einen Investitionsfonds für die Raumsanierung und -sicherung auf die Beine stellen, damit Berlin für Kulturschaffende weiter attraktiv bleibt. Den einstimmig verabschiedeten Fraktionsbeschlüsse finden Sie hier